Unser aktueller Archot(r)ip:

T(r)ip 28 Die Schädelbestattungen in der Großen Ofnet, Nördlinger Ries, Bayern

Was erwartet Dich? 

… eine mysteriöse Bestattung, die viele Rätsel aufgibt. 

Zwei originale Schädel aus der Großen Ofnet im Stadt-museum Nördlingen (Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung des Stadtmuseums)

Zwischen den Gemeinden Utzmemmingen und Holheim, Lkr. Donau-Ries, Bayern liegen zwei Höhlen in einem langgezogenen Bergrücken, der dem südwestlichen Rand des Rieskraters vorgelagert ist. Die sog. Ofnethöhlen wurden mehrfach seit 1875 erforscht, u. a. 1907-1908 vom Tübinger Professor R. R. Schmidt, der einen Teil des Höhleneingangs der Großen Ofnethöhle einfach wegsprengen ließ.

Riegelberg mit Großer Ofnethöhle (links mit weißem Schild gekennzeichnet) ) und Kleiner Ofnethöhle (ca. 5 höher rechts)

Eingang der Großen Ofnethöhle (Fundort der Schädelnester)

Im Eingangsbereich fand er zwei konzentrische Bodenvertiefungen (sog. Nester), in denen Schädel von mindestens 34 Menschen (darunter Kinder, Jugendliche, Greise, Männer und Frauen) lagen. Die größere Vertiefung enthielt mindestens 28 Schädel, die kleinere Schädel von 6 Individuen, alle nach Westen, zum Höhleneingang hin ausgerichtet. Da die Unterkiefer und Halswirbel noch vorhanden waren, müssen die Köpfe kurz nach dem Tod in die Gruben gelegt worden sein, als die Weichteile Unterkiefer und Wirbel noch mit den Schädeln zusammenhielten. Sie wurden dann mit 4.250 durchbohrten Schneckengehäusen (mutmaßlich zu Kopfbedeckungen oder Ketten miteinander verbunden) und 215  Hirschzähnen verziert und die Gruben mit ockerhaltigem Boden bedeckt. Bisherige Datierungen wiesen auf einen Zeitraum im Mesolithikum (Mittelsteinzeit) hin. 

Da einige Schädel Verletzungsspuren tragen, wurde seit ihrer Entdeckung diskutiert, ob die Bestatteten gleichzeitig getötet und bestattet wurden, z.B. infolge einer kriegerischen Auseinandersetzung oder eines Massakers. Es könnte aber auch sein, dass es sich lediglich um ein besonderes Bestattungsritual handelte, bei dem nur die Köpfe der Toten mit zahlreichen Beigaben bestattet wurden. 

Für die Massaker-Hypothese wird insbesondere die hohe Anzahl von Frauen und Kindern als Argument angeführt. Diese Hypothese wurde aber schon 1996 in der Dissertation von Jörg Orschiedt (ders., Manipulationen an menschlichen Skeletresten. Taphonomische Prozesse, Sekundärbestat-tungen oder Kannibalismus? Urgeschichtliche Materialhefte, Band 13., Tübingen 1999) bezweifelt und 2019 in einem Forschungsprojekt der Universität Hamburg (Ofnet revisited: chronology, violence, society https://www.kulturwissenschaften.uni-hamburg.de/vfg/forschung/forschungsprojekte/ofnetrevisited.html) auf den Prüfstand gestellt: Geschlecht und Alter der Bestatteten, die Verletzungsspuren und die Datierung der einzelnen Schädel wurden neu bestimmt. Denn wenn z.B. die Datierungen der einzelnen Schädel eine große Breite zeigen (z.B. hunderte von Jahren auseinanderfallen), dann wurden sie nicht gleichzeitig (als Opfer eines großen Massakers) bestattet. Wenn Alter und Geschlecht der Bestatteten nicht der Verteilung entsprechen, die sich üblicherweise in einer lebenden Gruppe findet, spricht dies ebenfalls gegen ein Massaker an dieser Gruppe. Vielmehr könnte auch eine Gruppe von Menschen die Höhle immer wieder aufgesucht und als Bestattungsplatz genutzt haben. Die Ergebnisse der Neuuntersuchungen sind noch nicht veröffentlicht, aber es wäre nicht die erste Inter-pretation eines Fundortes, die sich nach modernen Untersuchungen nicht mehr halten lässt. 

Ein Teil der Schädel aus dem Ries wird in der archäologischen Staatssammlung in München aufbewahrt, das kleinere Schädelnest ist dort ausgestellt. Aber auch im Stadtmuseum Nördlingen kannst Du zwei originale Schädel mit den in den Nestern vorgefundenen Hirschgrandeln und Schneckengehäusen ansehen. Ein Ausflug nach Nördlingen lohnt sich damit gleich zweifach, denn Du kannst die Ofnethöhlen mit dem Fundort (rund 10 km von Nördlingen entfernt) und im Museum die Originalfunde sehen.

Du willst mehr wissen?

Dann lies die grundlegende wissenschaftliche Untersuchung bei Jörg Orschiedt:

Jörg Orschiedt, Die Kopfbestattungen der Ofnet-Höhle: Ein Beleg für kriegerische Auseinandersetzungen im Mesolithikum. In: Archäologische Informationen 24/2 (2001), 199–207.  Der Aufsatz ist über die Universitätsbibliothek Heidelberg frei zugänglich.

Nach Orschiedt sind nur bei sechs Individuen (zwei Kinder und vier erwachsene Männer) tödliche Hiebspuren am Schädel (64% davon im Hinterkopfbereich) sicher feststellbar. Sie stammen von Beilen und könnten Folge eines Überfalls sein. Die Köpfe von fünf dieser Individuen mit tödlichen Hiebspuren wurden am linken Rand des großen Schädelnestes bestattet und werden von Orschiedt als gemeinsame Bestattung nach einem Einzelereignis interpretiert.

Wie kommst Du hin?

Hier findest Du Informationen zu den Öffnungszeiten des Stadtmuseums Nördlingen sowie dessen Standort. Zur Ofnethöhle lässt Du Dich am besten per google maps führen. 

Eine wertvolle Halskette

Lass Deiner Fantasie und Deinem inneren Entdecker freien Lauf! Geh auf Deine Reise in die Vergangenheit und stell Dir vor, was hier vor 8 Tsd. Jahren war: 

 

Heute ist Dein Geburtstag und Du trägst stolz eine Kette aus Hirschzähnen, die Du Dir schon lange gewünscht hast. Denn vor Dir hat sie Deine Großmutter getragen und Du hast schon als Baby auf dem Schoß Deiner Großmutter immer an dieser Kette gezogen und versucht, mit Deinen Zähnchen an den weißen harten Hirschzähnen zu knabbern. Leider ist Deine Großmutter gestorben, aber jetzt trägst Du ja ihre Kette, die Dich immer an sie erinnert – nur der rote, gedrehte Faden, an dem die durchbohrten Hirschzähne aufgefädelt sind, wurde von Deiner Mutter durch einen neuen ersetzt.

Du findest Dich nun superschick, wenn Du Dein Spiegelbild im Fluss ansiehst, an dessen Ufer ihr euer Lager aufgeschlagen habt. Denn die Kette passt farblich genau zu Deinem Käppchen, auf das viele kleine Schneckengehäuse aufgenäht sind. Und das sind wie die Hirschzähne ganz wertvolle Schneckengehäuse. Denn sie stammen nicht aus dem Fluss, der durch das bewaldete Gebiet fließt, das ihr auf der Suche nach Jagdbeute durchstreift. Nein, sie kommen aus Gegenden, in denen Du und Deine Gruppe noch nie wart. Ihr habt sie mit befreundeten Gruppen getauscht. Ein Teil der kleinen Schneckengehäuse kommt von einem großen Gewässer mit Salzwasser, das schmeckt man sogar noch ein bisschen, wenn man an dem Gehäuse schleckt. Es wurde einen ganz weiten Weg über mehrere Flüsse hinweg bis zu euch hier in dieser Gegend getauscht. Das macht Dich noch stolzer, dass Du so wertvoll gekleidet bist!

Doch jetzt hast Du leider keine Zeit mehr, Dein Spiegelbild im Fluss zu betrachten. Deine Mutter hat Dich hierhin geschickt, um Steine zu holen, die ihr zum Kochen Deiner Geburtstagssuppe verwenden wollt. Sie werden am Feuer erhitzt und dann in eine mit Leder ausgekleidete Kochgrube geworfen, in der die Suppe aus Pilzen, Samen, Gemüse und Obst schwimmt. Dazu esst ihr leckere Fladen, die aus dem Mehl von gerösteten Haselnüssen gebacken sind. Lecker, die hattest Du Dir gewünscht. Und so ein Festmahl passt ja auch zu so einer schicken Erscheinung, wie Du sie heute bist!

Für Faktenchecker

Wie waren die Lebensumstände der letzten Jäger und Sammler, der Mesolithiker? Dies kannst Du in dem Aufsatz von Claus-Joachim Kind, Die letzten Jäger und Sammler. Das Mesolithikum in Baden-Württemberg. In: Denkmalpflege in Baden-Württemberg – Nachrichtenblatt der Landesdenkmalpflege, Bd. 35 Nr. 1 (2006), 10-17 nachlesen. Sehenswert ist auch die terra X Dokumentation „Überleben im Steinzeit-Camp“ in der eine Gruppe von sechs Menschen versucht so zu leben, wie Menschen im Spätmesolithikum. Aber Achtung: die von der Gruppe in diesem Selbstversuch verwendeten Tontöpfe gab es zu dieser Zeit nicht überall in Europa, in Süddeutschland sind sie für diese frühe Zeit nicht nachgewiesen.  

Kurz und Knapp

Museum mit originalen Schädeln und Beigaben sowie Höhle mit Bestattungsplatz

Fledermäuse schützen! Vom 1. Oktober bis 31. März nicht in die Hohle hineingehen!

Kinderfreundlich? Unbedingt!

Du kannst Dir das Museum mit den  Funden ansehen, in die Höhle kommst Du mit dem Rollstuhl aber leider nicht. 

Cafés und Restaurants gibt es in der Nähe des Museums

Es gibt einen Wohnmobilstellplatz in Nördlingen.

Die Ofnethöhlen liegen im Geopark Ries, der ein großes Netz an wunderschönen Wander- und Radwegen zu bieten hat. Hier findest Du einige Vorschläge.

Wohin soll die Zeitreise gehen?

Archot(r)ips zum Download

Im Archiv von Archot(r)ip warten Reisen in längst vergangene Welten auf Dich: zu Neandertalern und Höhlenbären, in keltische Städte, etruskische Totenstädte und zu Höhlen mit prähistorischer Kunst.

Finde genau den T(r)ip, der zu Deiner Neugier passt.

 Geschichte beginnt draußen – Du musst nur losgehen!

Unsere T(r)ips im Überblick:

Thema Eiszeitkunst & Höhlen

T(r)ip 1 – Grotte Chauvet 2 (Ardèche, Frankreich)

T(r)ip 2 – Grotte du Mas-d’Azil (Pyrenäen, Frankreich)

T(r)ip 3 – Grotte de Bédeilhac (Pyrenäen, Frankreich)

T(r)ip 4 – Grotte de Niaux (Pyrenäen, Frankreich)

T(r)ip 5 – Grotte de La Vache (Pyrenäen, Frankreich)

T(r)ip 19 – Grotte de Font-de-Gaume (Périgord, Frankreich)

T(r)ip 20 – Grotte de Bernifal (Périgord, Frankreich)

T(r)ip 21 – Abri de Cap Blanc (Périgord, Frankreich)

T(r)ip 22 – Grotte des Combarelles (Périgord, Frankreich)

T(r)ip 23 – Grotte de Bara-Bahau (Périgord, Frankreich)

T(r) ip 24 Centre International d'Art pariétal Lascaux IV

Thema Kelten in Bayern

T(r)ip 6 – Oppidum Manching (Oberbayern)

T(r)ip 7 – Oppidum Staffelberg (Mittelfranken)

T(r)ip 8 – Geschichtsdorf Landersdorf (Mittelfranken)

T(r)ip 9 – Museum Fundreich (Thalmässing, Mittelfranken)

T(r)ip 10 – Ipf im Nördlinger Ries

Thema Etrusker in Italien

T(r)ip 11 – Vulci (Latium, Italien)

T(r)ip 12 – Cerveteri (Latium, Italien)

T(r)ip 13 – Tarquinia (Latium, Italien)

T(r)ip 14 – Chiusi & Pitigliano (Toskana, Italien)

T(r)ip 15 – Populonia (Toskana, Italien)

Thema Neandertaler in Franken

T(r)ip 16 – Urzeitbahnhof Hartmannshof (Mittelfranken)

T(r)ip 17 - Petershöhle bei Hartenstein (Mittelfranken)

T(r)ip 18 – Hohler Fels bei Happurg (Mittelfranken)

Thema Bestattungen in der Alt- und Mittelsteinzeit

T(r)ip 25 - Balzi Rossi, Ligurien (Italien)

T(r)ip 26 -  Der Mann von Neuessing (Altmühltal, Niederbayern)

T(r) ip 27 - Da liegt der älteste Hund begraben (Bonn-Oberkassel, Nordrhein-Westfalen)

Und hier findest Du eine kurze Beschreibung der hot-spots und einen Link zum Download:

Eiszeitkunst

Ardèche, Frankreich

T(r)ip 1 Die Grotte Chauvet 2 (Ardèche, Frankreich) 

Die Grotte Chauvet 2 an der Ardèche ist ein außergewöhnlich gut gelungener Nachbau der berühmten Chauvet-Höhle, deren Original aus konservatorischen Gründen nicht zugänglich ist. Hier begegnest Du einigen der ältesten Höhlenmalereien Europas, entstanden vor rund 36.000 Jahren im Aurignacien.

Die Wandkunst zeigt Tiere mit beeindruckender Präzision und Ausdruckskraft: jagende Löwen, kämpfende Nashörner, Pferde in Bewegung und eine Eule mit nach hinten gedrehtem Kopf. Die Darstellungen vermitteln Tiefe, Dynamik und Perspektive – Fähigkeiten, die das hohe künstlerische Können der eiszeitlichen Menschen eindrucksvoll belegen.

Ergänzt wird der Höhlennachbau durch eine weitläufige Museumsanlage mit der interaktiven Aurignacien-Galerie und anschaulichen Außenstationen. Dieser Archotrip lädt Dich ein, die Anfänge der europäischen Höhlenkunst zu entdecken und in die Bildwelt der frühen Jäger und Sammler einzutauchen.

Pyrenäen, Frankreich

T(r)ip 2 Die Grotte du Mas-d'Azil (Pyrenäen, Frankreich) 

Erlebe eine imposante Durchgangshöhle mit dem rauschenden Flüsschen Arize. Die Grotte du Mas-d’Azil lässt sich zu Fuß vorbei an riesigen Felswänden besonders eindrucksvoll erkunden.

Die prähistorischen Funde der Höhle sind im Musée de la Préhistoire Le Mas-d’Azil ausgestellt. Hier siehst Du Kunstwerke wie z.B. mit Tieren gravierte  Werkzeuge.

Perfekt für alle, die eine Originalhöhle und ihre eindrucksvollen Funde in einem Archotrip entdecken wollen.

T(r)ip 3 Die Grotte de Bédeilhac, Pyrenäen, Frankreich 

Entdecke eine Höhle von enormen Ausmaßen. Teile der paläolithischen Wandkunst gingen durch die Nutzung der Höhle als Werkstatt im Zweiten Weltkrieg verloren, aber heute kannst Du dafür was Besonderes erleben: ein Flugzeug, das für Fernsehaufnahmen in die Höhle geflogen wurde, steht noch dort.

T(r)ip 4 Die Grotte de Niaux, Pyrenäen,  Frankreich

Die Grotte de Niaux in den Pyrenäen zählt zu den bedeutendsten heute noch zugänglichen Höhlen mit prähistorischer Felskunst in Europa. Auf insgesamt mehr als 2 km langen Galerien entdeckst Du eindrucksvolle Höhlenmalereien von z.B. Pferden, Bisons und Steinböcken aus dem Magdalénien. Der Kontrast zwischen dem als modernem Kunstwerk ausgestalteten Höhleneingang und der im Original erhaltenen paläolithischen Kunst im Inneren macht den Besuch einzigartig. Besonderen "Thrill" hat die Besichtigung auch dadurch, dass Du Dir selbst den Weg mit einer Grubenlampe leuchten musst! Den T(r)ip 4 kannst Du in einem Roadtrip mit der Höhle  La Vache (T(r)ip 5) verbinden.

T(r)ip 5 Die Grotte de La Vache, Pyrenäen, Frankreich

In der Grotte de La Vache in den französischen Pyrenäen tauchst Du direkt in den Alltag prähistorischer Menschen ein. Dich erwarten selten erhaltene Arbeitsplätze aus der Steinzeit, an denen rund um Feuerstellen Waffen, Werkzeuge und reich verzierte Kunstobjekte entstanden. Hochwertige Repliken und anschauliche Erklärungen zeigen Dir, wie diese Werkzeuge genutzt wurden. Von der Höhle aus blickst Du auf den in Sichtweite gelegenen Eingang der Grotte de Niaux – ein Hinweis darauf, dass die Menschen, die hier lebten möglicherweise in Niaux  die berühmten Höhlenmalereien schufen. 

Périgord, Frankreich

T(r)ip 19 Die Grotte de Font-de-Gaume (Périgord, Frankreich)

Die Grotte de Font-de-Gaume im Périgord ist eine der bedeutendsten prähistorischen Bilderhöhlen Europas. Hier kannst Du farbige Höhlenmalereien der Eiszeit noch im Original erleben – ein seltener Glücksfall, denn viele vergleichbare Höhlen sind heute geschlossen oder nur als Nachbildungen zugänglich.

Du kannst Malereien und Gravuren entdecken, die zum Teil sorgfältig komponiert sind: Tiere folgen einander, überlagern sich oder sind bewusst perspektivisch angeordnet. Rätselhafte grafische Zeichen ergänzen die figürlichen Motive.

Eine Engstelle im Inneren der Höhle schützte diesen Bereich über Jahrtausende vor Luftveränderungen und trug so zur außergewöhnlichen Erhaltung der Höhlenkunst von Font-de-Gaume bei. Dieser Archotrip lädt Dich ein, die Welt der eiszeitlichen Künstler zu entdecken.

T(r)ip 20 Die Grotte de Bernifal (Périgord, Frankreich)

Die Grotte de Bernifal im Périgord liegt unweit der berühmten Grotte de Font-de-Gaume und bietet eine Höhlenführung der besonderen Art. Die Besichtigung erfolgt in kleinen Gruppen und wird vom heutigen Eigentümer der Höhle selbst durchgeführt – persönlich, unterhaltsam und mit ungewöhnlich viel Nähe zu den prähistorischen Kunstwerken aus Gravuren und Felsmalereien. Am häufigsten begegnen Dir Mammuts, daneben finden sich Darstellungen von Höhlenbären, eingeritzte Hände, ein menschlicher Kopf und zahlreiche grafische Zeichen, darunter auffällige Motive aus vielen kleinen Punkten.

Auch wenn nicht alle Erläuterungen wissenschaftlich fundiert sind, ist der Besuch der Grotte de Bernifal ein intensives Erlebnis. Dieser Archotrip lädt Dich ein, eine weniger bekannte, aber eindrucksvolle Stätte der prähistorischen Höhlenkunst im Périgord zu entdecken.

T(r)ip 21 Abri de Cap Blanc (Périgord, Frankreich)

Das Abri de Cap Blanc im Périgord beherbergt einen der eindrucksvollsten Relief-Friese der eiszeitlichen Kunst. Auf einer Länge von rund 13,5 Metern sind nahezu lebensgroße Tierfiguren in den Fels gearbeitet – darunter Pferde, Wisente und Hirsche. Besonders auffällig ist die dynamische Komposition der Pferde, von denen eines bewusst in die entgegengesetzte Richtung blickt.

Der Fries befindet sich unter einem Felsdach oberhalb des Tals der Beune und war ursprünglich farbig gefasst. Vom Flusstal aus müssen die Figuren schon aus großer Entfernung sichtbar gewesen sein. Archäologische Funde belegen, dass der Platz über Jahrtausende als Lagerstätte genutzt wurde.

Direkt unter dem Fries wurde zudem das Grab einer jungen Frau entdeckt – ein außergewöhnlicher Befund, der dem Ort eine besondere Bedeutung verleiht. Dieser Archotrip lädt Dich ein, einen zentralen Schauplatz der eiszeitlichen Wandkunst des Magdalénien zu entdecken.

T(r)ip 22 Grotte des Combarelles (Périgord, Frankreich)

Die Grotte des Combarelles im Périgord ist berühmt für ihre außergewöhnliche Fülle an Gravuren aus der Eiszeit. Der heute zugängliche Gang, Combarelles I, ist schmal, niedrig und zieht sich über fast 200 Meter durch den Fels. Erst tief im Inneren beginnen die Ritzungen, die zu den faszinierendsten der prähistorischen Kunst zählen.

Zu sehen sind naturalistische Tierdarstellungen – darunter ein besonders lebendig wirkendes trinkendes Rentier – ebenso wie schematische Figuren von Menschen oder menschenähnlichen Wesen. Manche dieser Motive erinnern fast an Comics und lassen viel Raum für Interpretation. Die sich häufig überlagernden Gravuren machen deutlich, dass der Ort über lange Zeit immer wieder aufgesucht und genutzt wurde.

Dieser Archotrip lädt Dich ein, die vieldeutige Bildwelt der Grotte des Combarelles zu entdecken und über die Grenzen zwischen Darstellung, Symbol und Fantasie nachzudenken.

T(r)ip 23 Grotte de Bara-Bahau (Périgord, Frankreich)

Entdecke eine geräumige Höhle mit 26 faszinierenden Gravuren von Tieren und abstrakten Zeichen. Die Felsgravuren wurden teils mit den Fingern in den weichen Untergrund geritzt, teils durch Höhlenbären „bearbeitet“. Sie ist besonders für Höhlenbesucher geeignet, die helle, breite und gut zugängliche Höhlen bevorzugen.

Perfekt für alle, die prähistorische Kunst entdecken, ohne sich in enge, dunkle Gänge quetschen zu müssen.

T(r)ip 24 Centre International d’Art Pariétal Lascaux IV (Périgord, Frankreich)

Erlebe den spektakulären Nachbau der Höhle von Lascaux – die berühmte „Sixtinische Kapelle der Vorzeit“ (Abbé Henri Breuil). Das 2016 eröffnete Museum im Périgord bietet einen detailgetreuen, dreidimensionalen Höhlennachbau der originalen, heute gesperrten Höhle von Lascaux.

Bewundere im Saal der Stiere monumentale Auerochsen, Wildpferde, Hirsche und das rätselhafte „Einhorn“. Entdecke im Diverticule axial das berühmte „fallende Pferd“ und im Schacht die ikonische Szene des Vogelmenschen mit Wisent – ein Meisterwerk der paläolithischen Höhlenkunst.

Multimediale Inszenierungen, moderne Technik und das Atelier von Lascaux IV erklären Maltechniken, Gravuren, Datierung und Symbolik der Altsteinzeit (ca. 20.000 Jahre).

Ein absolutes Must-see für Fans prähistorischer Höhlenmalerei in Frankreich.

Kelten in Bayern

T(r)ip 6 Das Oppidum Manching, Oberbayern

Wie groß kann eine keltische Stadt werden? In Manching ziemlich groß! Vor rund 2.100 Jahren lebten hier bis zu 10.000 Menschen in einer befestigten Siedlung von rund 380 Hektar – mit Handwerkervierteln, Heiligtümern, Handelsplätzen und einem weitreichenden europäischen Handelsnetz.

Heute kannst Du im kelten römer museum sensationelle Funde wie das berühmte Goldbäumchen, Glas- und Schmuckstücke oder das „Eiserne Ross“ bestaunen. Anschließend geht es hinaus ins Gelände: Auf dem archäologischen Lehrpfad folgst Du den Spuren des einst mehr als sieben Kilometer langen Befestigungsrings und bekommst am rekonstruierten Osttor eine Vorstellung von den gewaltigen Dimensionen des Oppidums Manching.

Ein Ausflug für alle, die wissen wollen, wie eine keltische Großstadt aussah – und Lust haben, zwischen Museum, Wall, Heiligtum und archäologischen Rätseln auf Zeitreise in die Welt der Kelten zu gehen.

T(r)ip 7 Das Oppidum auf dem Staffelberg, Oberfranken

Hoch über dem Main liegt auf dem Staffelberg bei Bad Staffelstein das einzige bekannte keltische Oppidum Frankens. Ab etwa 130 v. Chr. entstand hier eine rund 34 Fußballfelder große, mächtig befestigte Siedlung mit einer besonders geschützten Akropolis für die Oberschicht.

Über den Keltenweg D geht es vorbei am rekonstruierten Westtor hinauf auf das Hochplateau. Dort warten Reste der keltischen Befestigung, eine rekonstruierte Pfostenschlitzmauer und vor allem eine fantastische Aussicht über das Maintal.

T(r)ip 8  Das Geschichtsdorf in Landersdorf, Mittelfranken

Wie lebten die Menschen vor rund 2.500 Jahren? Im Geschichtsdorf Landersdorf kannst Du in rekonstruierten Häusern der frühen Keltenzeit erleben, wie gewohnt, gearbeitet und gekocht wurde. Gärten mit alten Getreide- und Pflanzenarten zeigen, wie vielfältig die Ernährung und Textilherstellung damals war.

Nur wenige Minuten entfernt liegt ein rekonstruiertes frühkeltisches Grabhügelfeld mit einst mindestens 37 Grabhügeln und 138 Bestattungen. Besonders reich ausgestattete Gräber erzählen von den sozialen Unterschieden innerhalb der keltischen Gesellschaft.

Ein spannender, kinderfreundlicher Ausflug, der Archäologie, Natur und Geschichte miteinander verbindet – und sich wunderbar mit dem Museum Fundreich in Thalmässing kombinieren lässt.

T(r)ip 9 Das Museum Fundreich in Thalmässing, Mittelfranken

Wie wird aus einem unscheinbaren Erzbrocken wertvolles Eisen? Im Museum Fundreich Thalmässing kannst Du dieser und vielen anderen Fragen zur Archäologie der Region nachgehen. Die Ausstellung führt von der Steinzeit bis ins frühe Mittelalter und zeigt eindrucksvolle Funde, technische Entwicklungen und den Alltag vergangener Zeiten.

Besonders gelungen sind die interaktiven Elemente und die eigene Kinderebene, die Archäologie anschaulich und spielerisch vermittelt. Ein Highlight ist das Thema Eisenverarbeitung in der Eisenzeit – inklusive Bohnerz und Einblicken in die Arbeit der keltischen Eisenhandwerker.

Das kindgerechte Museum lässt sich außerdem wunderbar mit dem Geschichtsdorf Landersdorf und den archäologischen Wanderwegen durch die Jurahöhen verbinden.

T(r)ip 10 Der Ipf im Nördlinger Ries

Schon von Weitem sichtbar erhebt sich der Ipf bei Bopfingen über dem Nördlinger Ries. Auf seinem Gipfel zeugen mächtige Befestigungsanlagen von einer langen Siedlungsgeschichte, die bis in die Jungsteinzeit zurückreicht. Seine Blütezeit erlebte der Ipf in der Hallstatt- und frühen Latènezeit – mit mächtigen Wällen, großen Grabhügeln und sogar griechischer Keramik vom Gipfelplateau. Ein deutlicher Hinweis auf eine wohlhabende Oberschicht mit weitreichenden Handelskontakten.

Rund um den Ipf laden eine Freilichtanlage, rekonstruierte Gebäude und der Keltenweg zu einer Reise in die Vergangenheit ein. Vom Gipfel bietet sich außerdem ein fantastischer Blick über das Ries bis zum Goldberg, einer weiteren bedeutenden keltischen Siedlung.

Wer noch tiefer eintauchen möchte, findet im Stadtmuseum Nördlingen spannende Funde aus der Keltenzeit – darunter die Ausstattung eines Kriegers aus Holheim. Also: Wanderschuhe an und ab auf den Ipf!

Etrusker in Italien

T(r)ip 11 Vulci, Latium

Willkommen in Vulci, einer der bedeutenden Städte der Etrusker! Inmitten einer wunderschönen Landschaft erstreckt sich heute ein weitläufiger archäologischer Park mit etruskischen und römischen Ruinen, imposanten Schachtgräbern und dem idyllischen Laghetto del Pellicone.

Schon in der Eisenzeit entwickelte sich Vulci zu einer wohlhabenden Handelsstadt mit weitreichenden Kontakten. Funde aus Sardinien, Ägypten und Griechenland erzählen von diesen Verbindungen. Besonders beeindruckend sind die prächtigen etruskischen Kunstwerke aus nenfro und die aufwendig ausgemalten Grabkammern, darunter das berühmte Francois-Grab. Nach der Eroberung durch Rom im Jahr 280 v. Chr. wurde die Stadt weitergenutzt – deshalb begegnen Dir im Park heute auch zahlreiche römische Ruinen.

Für Archäologie-Fans gibt es viel zu entdecken: die Tomba della Sfinge, die Tomba dei Soffitti Intagliati, Reste des etruskischen Westtors und den Minerva-Tempel. Und wer nach so viel Geschichte eine Pause braucht, findet am Laghetto den perfekten Platz für ein Picknick. Eine echte Zeitreise in die Welt der Etrusker!

T(r)ip 12 Cerveteri, Latium, Italien

In der Banditaccia-Nekropole von Cerveteri erkundest Du eine beeindruckende Totenstadt der Etrusker! Auf rund 100 Hektar reihen sich etwa 20.000 Gräber aneinander. Zwischen den Grabstraßen entdeckst Du Grabhügel (Tumuli) und würfelförmige Gräber, deren unterirdische Kammern wie Häuser gestaltet sind – mit Türen, Fenstern, Bänken und steinernen Betten. Besonders sehenswert: die prachtvolle Tomba dei rilievi mit ihren zahlreichen Reliefs.

Cerveteri, das etruskische Caere, war vom 7. bis 5. Jh. v. Chr. eine riesige und wohlhabende Handelsstadt. Reichtum brachten der Seehandel und die berühmte Bucchero-Keramik, die weit über die Region hinaus exportiert wurde. Die großen und reich ausgestatteten Gräber erzählen von einer mächtigen gesellschaftlichen Elite.

Neben den hergerichteten Gräbern lohnt sich unbedingt eine Wanderung durch die Landschaft. Auf der antiken Via degli Inferi, einer in den Tuffstein geschlagenen Straße, kannst Du auch weniger erschlossene und teilweise verwilderte Gräber entdecken. Ein faszinierender Ausflug in die Welt der Etrusker – zwischen Archäologie, Natur und einer echten Stadt der Toten.

T(r)ip 13 Tarquinia, Latium, Italien

In der Monterozzi-Nekropole von Tarquinia wartet eine ganz besondere Zeitreise: Rund 6.000 etruskische Gräber liegen hier, viele davon mit kunstvollen Grabfresken. Die Bilder erzählen vom Leben der wohlhabenden Etrusker – von Banketten, Musik, Tanz, Jagd und Sport – und geben faszinierende Einblicke in ihre Vorstellungen vom Jenseits. Besonders sehenswert sind die Tomba dei Leopardi, die Tomba dei Giocolieri und die Tomba della Caccia e della Pesca.

Tarquinia, etruskisch Tarchuna, entwickelte sich dank des Seehandels zu einer wohlhabenden Stadt mit einer mächtigen Aristokratie. Im 4. Jh. v. Chr. geriet sie zunehmend unter Druck der Römer. Das spiegelt sich auch in den Grabmalereien: An die Stelle des fröhlichen Lebens treten zunehmend Dämonen, Unterwelt und Darstellungen von Waffen und Rüstungen.

Wer genau hinschaut, entdeckt in den Fresken nicht nur Geschichten über die Toten, sondern auch über die Lebenden: Kleidung, Möbel, Speisen, Musik und gesellschaftliche Rituale. Und vielleicht begegnet Dir dabei sogar die berühmte Velia Velcha – die „etruskische Mona Lisa“!

T(r)ip 14 Chiusi und Pitigliano, Toskana, Italien

Zwei Orte, zwei ganz unterschiedliche Wege in die Welt der Etrusker: In Chiusi erwartet Dich das Museo Nazionale Etrusco mit beeindruckenden Funden, darunter die berühmten Canopen – menschenähnliche Ascheurnen aus dem 7. Jh. v. Chr. - und erzählt eindrucksvoll von der reichen Oberschicht der antiken Stadt Clevsin.

In Pitigliano geht es anschließend mitten hinein in die Landschaft. Die spektakulären Vie Cave sind tief in den weichen Tuffstein geschnittene Wege, die teilweise zu regelrechten Schluchten werden. Schon die Etrusker nutzten diese geheimnisvollen Straßen, die Siedlungen, Nekropolen und Landschaft miteinander verbanden. Ihr genauer Zweck ist bis heute nicht vollständig geklärt – Transportweg oder vielleicht auch ritueller Weg?

Also: Wanderschuhe und Taschenlampe einpacken und hinein in die Tuffsteinschluchten! 

T(r)ip 15 Populonia, Toskana, Italien

Direkt am Golf von Baratti liegt Populonia (Pupluna) – die einzige direkt an der Küste gelegene Stadt der Etrusker. Ihr Reichtum beruhte vor allem auf Eisenverarbeitung: Das Eisenerz kam hauptsächlich von der nahe gelegenen Insel Elba und wurde in riesigen Industrieanlagen zu Eisen verarbeitet. Die gewaltigen Schlackehaufen zeugen noch heute von dieser antiken Schwerindustrie.

Im Archäologischen Park von Baratti und Populonia kannst Du zwischen eindrucksvollen etruskischen Gräbern wandern. Besonders spannend sind die riesige Tomba dei Carri, Sarkophage und kleine Grabhäuser. Auf der Via del Ferro geht es außerdem vorbei an antiken Werkstätten und Öfen, während die Via della Romanella hinauf zur Akropolis führt.

Der Aufstieg ist zwar anstrengend, belohnt Dich aber mit einem fantastischen Blick über das Tyrrhenische Meer. Und anschließend warten die Badebuchten des Golfs von Baratti – Archäologie und Strandurlaub lassen sich hier wunderbar verbinden!

Neandertaler in Franken

T(r)ip 16 Urzeitbahnhof Hartmannshof, Mittelfranken

Wie rekonstruiert man eine 200.000 Jahre alte Umwelt aus winzigen Knochen? Im kleinen Urzeitbahnhof Hartmannshof erfährst Du, was die Ausgrabungen der Höhlenruine Hunas über das Leben in der Eiszeit verraten. Und das Highlight? Ein Neandertaler-Backenzahn!

T(r)ip 17 Die Petershöhle bei Hartenstein, Mittelfranken

Taschenlampe an und hinein ins Dunkel! Die Petershöhle bei Hartenstein ist eine mystische Tropfsteinhöhle, die schon Neandertaler vor rund 90.000 Jahren als Jagdlager nutzten. Ihre Hinterlassenschaften findest Du im Naturhistorischen Museum Nürnberg.

T(r)ip 18 Hohler Fels bei Happurg, Mittelfranken

Hoch über dem Happurger Stausee liegt der Hohler Fels – eine eindrucksvolle Karsthöhle mit grandiosem Ausblick, die vor 80.000 Jahren Neandertalern Schutz bot. Schau Dir auch die keltische Houbirg direkt daneben und die KZ Stollen im Berg an!

Bestattungen in der Alt- und Mittelsteinzeit

T(r)ip 25, Balzi Rossi, Ligurien, Italien

Die Balzi Rossi („rote Felsen“) liegen direkt am Meer – perfekte Voraussetzungen für eine Zeitreise mit Meeresrauschen im Hintergrund. In den Höhlen wurden zahlreiche Funde aus der Altsteinzeit entdeckt, darunter 13 Gravettien-Bestattungen. Besonders berühmt ist die Dame von Caviglione, die vor etwa 24.000 Jahren im Alter von ungefähr 37 Jahren starb. Ihr Grab mit Rötel, Steinwerkzeugen und kunstvollem Schmuck aus durchlochten Muscheln und Schneckengehäusen erzählt von einer Welt, die uns unglaublich fern erscheint und doch erstaunlich viele Spuren hinterlassen hat. Im Museum kannst Du einen Abguss ihres Skeletts und eine Rekonstruktion ihres Kopfschmucks bestaunen. Und damit nicht genug: Weitere außergewöhnliche Doppel- und Dreifachbestattungen, geheimnisvolle Felsgravuren und weibliche Statuetten machen die Balzi Rossi zu einem der spannendsten Fundorte der europäischen Altsteinzeit!

T(r)ip 26, Der Mann von Neuessing, Altmühltal, Niederbayern

Dieser Archot(r)ip führt Dich ins Altmühltal zu einem ganz besonderen Fundort: In den Klausenhöhlen wurde mit dem Mann von Neuessing die älteste bislang in Deutschland entdeckte Bestattung gefunden – rund 34.000 Jahre alt. Doch die Höhlen haben noch viel mehr zu erzählen: Schon Neandertaler nutzten sie, später hinterließen Menschen faszinierende Kunstwerke mit Pferde- und Mammutgravuren. Heute kannst Du hier auf den Spuren dieser eiszeitlichen Menschen wandern und im MEMU in Essing sogar eine 3D-Nachbildung des berühmten Mannes sehen.

T(r)ip 27, Da liegt der älteste Hund begraben 
(Bonn-Oberkassel, Nordrhein-Westfalen)

Was haben ein Mann, eine Frau und ein schwer kranker Hund gemeinsam? Vor rund 14.000 Jahren wurden sie in Bonn-Oberkassel  bestattet – eine der spannendsten archäologischen Entdeckungen zur frühen Hund-Mensch-Beziehung.  Der junge Hund litt an Staupe und schwerer Parodontitis und hätte ohne menschliche Pflege vermutlich nicht überlebt. 

Ein kleiner Fundort mit einer riesigen Geschichte – über Jäger und Sammler, die Eiszeit und den Beginn einer besonderen Freundschaft.

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